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Jetzt geht es los, endlich fangen die Bauarbeiten an!
Jörg und ich starten mit den Baggern den Aushub des großen Lochs. Zunächst wird das noch vorhandene Grün entfernt. Gut daß wir die Bagger haben. Das geht so schnell, daß nach ein paar Stunden bereits das ganze Grundstück braun aussieht und von dem Grünzeug nichts mehr zu sehen ist.
Nach Angaben des Geologen baggert Jörg die Grube. Da wir ca. 50-60cm Lehm unter dem Boden haben und auf dem Grunstück einige Flächen überschüttet sind, wird das auch ohne Keller ein beachtliches Loch!
Immer wieder kontrollieren wir die Tiefe der Grube mit dem Laser. Eine tolle Erfindung! Mit einem Rotationslaser wird eine “Laserfläche” über das Grundstück gelegt. An einer Meßlatte ist ein Laserdetektor befestigt, der anzeigt, wie tief man gegraben hat. Mit einem einfachen Signalton zeigt das Meßgerät an, ob man auf der richtigen Tiefe ist. Ein weiteres Anzeichen für die richtige Tiefe war der verwitterte Fels, der sich vom Lehm durch den Einschluß von Gesteinsbruchstücken unterscheidet. Auf diese Schicht wollten wir kommen, da sie einen tragfähigen Untergrund für unser Fundament bietet.
Jetzt haben wir das schöne Loch wieder verfüllt. Mit einem Recycling-Schotter, der aus aufbereitetem Bauschutt besteht, haben wir die unterste Lage der Grube wieder verfüllt. Jeweils 30-40cm wurden aufgebracht und danach mit der 550kg-Rüttelplatte verdichtet. Die daraus entstandene Schicht war hart wie Beton! Darauf kam dann eine Schicht Frostschutz-Schotter. Auch dieser wurde lagenweise verdichtet. In den Frostschutz-Schotter haben Raimund und ich dann noch den Fundament-Ring-Erder verlegt, der die Erdung für die elektrische Anlage übernimmt. Da wir einen Ring von über 80m legen mußten, haben wir drei Ringe zu je 30m mit Verbindern zusammen gesteckt. Außerdem wurden die Abwasserrohre verlegt. Nachdem der Vermesser die Feineinmessung der Bodenplatte gemacht hatte und seine Nägel in die Schnurgerüste eingeschlagen hatte, die wir am Tag zuvor noch aufgebaut hatten, haben wir nach meiner Planung und meinen Zeichnungen die Stellen, an denen die Abwasserrohre aus der Bodenplatte kommen eingemessen und auf dem Schotter markiert. Die KG-Rohre (Kanal Grundrohr) und die Bögen haben wir zusammen gesteckt und noch einmal eingemessen. Trotz des Einsatzes von Gleitmittel war das eine ganz schöne Kraftanstrengung. Die haben sich gegen das Zusammenschieben gewehrt!!! Von Andreas und mir kamen so einige unschöne Worte zu diesem Thema!! Außer den Abwasserrohren haben wir auch die Leerrohre für die Wasserleitung, das Hauptstromkabel, die Telefonleitung, die Regenwasserleitung, die Pelletsaugleitung und die Zuluft für den Kamin verlegt. Dann kam wieder der Bagger zum Einsatz. Mit der kleinen Schaufel hat Jörg die Gräben für die Rohre gegraben. Das war echte Maßarbeit! Das Gefälle haben wir dann noch mit der Wasserwaage kontrolliert und an einigen Stellen noch ausgeglichen. Zu guter letzt haben wir die Gräben mit Split abgedeckt und wieder zu geschüttet. All die schönen Rohre waren weg. Von all der Arbeit sah man nur noch einige kurze Rohrstücke aus dem Boden ragen. Als Vorbereitung für die Bodenplatte haben wir noch den Split auf dem Fundament grob verteilt. Dieser Split wird später von den Jungs, die die Bodenplatte erstellen, fein abgezogen und als Planum für die Plattenelemente benutzt.
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